Gesunde Schule

Mit Ruhe und Gelassenheit ans Ziel

Ein Gemeinschaftsprojekt der AOK und der TK mit der Grundschule St. Peter& Paul

ChillkrötenBereits im Grundschulalter sind Stresssymptome wie etwa Nervosität, Unkonzentriertheit, Bauch- und Kopfschmerzen oder Schlafschwierigkeiten bei Kindern keine Seltenheit. So war es der Grundschule St. Peter und Paul ein großes Anliegen, allen Schülerinnen, Schülern und Eltern ein Unterstützungsangebot in Form eines Entspannungstrainings zu ermöglichen. Gabriele Brandmeier, Lehrkraft der FleGS-Klasse, stellte die Kontakte her und übernahm die weitere Organisation des Projekts. Gefördert wurde das Autogene Training im Rahmen eines Setting-Projekts gemeinsam von der AOK und der Techniker Krankenkasse.
Zunächst erfolgte für die Eltern eine Einführung in die Thematik durch Dipl. Sozialpädagogin und zertifizierte Fachkraft für Autogenes Training für Kinder Kerstin Meiler in zwei online Elternabenden. Dabei wurden die Eltern sowohl über Theorie als auch praktisches Tun in Bezug auf Autogenes Training für Kinder informiert.
Gleich nach den Osterferien durften bereits die vierten Klassen mit dem Training loslegen.  Die Kinder lernten in dem vierwöchigen Kurs in Kleingruppen auf spielerische und altersgerechte Art das Autogene Training kombiniert mit Erlebnisspielen, Wahrnehmungs- und Konzentrationsübungen und Tänzen. Die Schülerinnen und Schüler trainierten Entspannungstechniken, um akute und zukünftige Belastungen wahrzunehmen und angemessen darauf zu reagieren.
Entspannung1Entspannung2Die Klassenlehrkraft war bei den Kursen jeweils anwesend und bekam einen direkten Einblick in die Kursinhalte, um auch im Schulalltag Elemente und Übungen des autogenen Trainings langfristig einzubeziehen. Darüber hinaus erhielten die Lehrkräfte von Frau Meiler didaktische Umsetzungsmöglichkeiten und Ideen zum Einsatz während des Unterrichts. Außerdem fand auch für das gesamte Kollegium eine ausführliche, praktische Fortbildung in vier Einheiten dazu statt, um selbst Strategien zur Stressbewältigung zu erlernen und Kinder und Eltern bei Fragen zu unterstützen.

Bei einem Besuch der beiden Krankenkassen an der Grundschule, konnte sich Schulleiterin Andrea Kwanka im Namen der Schulfamilie für die großzügige Förderung bedanken.

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Von links nach rechts: Claudia Credet (TK), Andrea Kwanka (Rektorin), Christian Wodnitzki (stellv. Marktregionsleiter Bayern TK), Kerstin Meiler (Dipl. Sozialpäd. (FH)), Gabriele Brandmeier (Lehrerin, Projektleitung), Jürgen Eixner (Direktor AOK), Birgit Fuchs (Bewegungsexpertin AOK)


Die Hühner sind los!

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Der gesamten Schulfamilie ist es ein großes Anliegen, Kindern den Kreislauf der Natur mit all ihren Facetten und Schätzen nahezubringen. Dazu gehören auch die Pflege und Übernahme von Verantwortung heimischer Tiere. Aus diesem Grund mietete sich die Schulfamilie im November 2020 von einem ortsansässigen Hühnerbauern einen mobilen Stall mit 20 Hühnern. Die Freude der Schülerinnen und Schüler über unsere besonderen Gäste war riesengroß (auch bei uns Lehrkräften).

Mit unglaublichem Eifer informierten sich die Kinder über den Körperbau und das Verhalten des Huhnes, erstellten Lapbooks, malten Bilder oder genossen es einfach, die Tiere zu beobachten und zu streicheln. Die ruckartigen Bewegungen des Kopfes fielen vielen Kindern mit als Erstes auf und sie fanden z. B. heraus, dass Hühner keine Fähigkeit zur Gleitsicht haben und dies durch schnelle ruckartige Bewegungen ausgleichen. Außerdem ist ihr räumliches Sehen aufgrund ihres weiten Sehradius‘ von fast 360° stark eingeschränkt, so  dass ein Gegenstand abwechselnd mit dem rechten und mit dem linken Auge angesehen werden muss. Dass dies bei uns Menschen eher zu Schwindel führt, als dass sich das Sehbild verbessert, haben einige Schüler im Selbstversuch getestet.
Sich zum Schlafen auf eine erhöhte Stange zu setzen, hat auch noch keines unserer Kinder versucht. Dazu fehlt uns auch der „Krallenmechanismus“, der das Herunterfallen verhindert und der - da er völlig ohne Muskelanspannung funktioniert - für das Huhn in keiner Weise ermüdend ist.
Besonders spannend fanden die Schüler die Eiablage. Die Eier einzusammeln und sie weiter zu verarbeiten, sei es im Kuchenteig oder im gekochten Zustand als Teil des gemeinsamen gesunden Frühstücks war für die Schüler natürlich immer der Höhepunkt. So lohnte sich auch das Ausmisten, Füttern und Überprüfen des Stalls und einiger Beschäftigungsmaterialien. Diese Aufgaben übernahm jede Woche eine andere Klasse. An den Wochenenden wechselten sich Hausmeister, Lehrkräfte und engagierte Eltern ab. Herzlichen Dank an die Bäckerei Betz für das Spenden alter Backwaren!
Leider zwang uns die Vogelgrippe frühzeitig (nicht wie geplant in den Osterferien) Abschied von den Gefiedertieren zu nehmen. Sie wurden in ein größeres Quartier gebracht, wo sie im Stall ausreichend Platz für ihre Quarantäne fanden.

Die Kinder entwickelten eine enorme Zuneigung zu den Tieren, streichelten sie, überwanden Ängste und erledigten ihre Aufgaben stolz und pflichtbewusst. Wie groß war die Aufregung, als z. B. ein Huhn ausbüchste und eine Suchaktion gestartet werden musste.
Somit war klar: Wir brauchen wieder Hühner! Der Förderverein der Grundschule St. Peter und Paul erwarb im März 2021 einen mobilen Stall, der in der weitläufigen Wiese der Schule versetzt werden kann. Und nach den Pfingstferien begrüßen wir endlich wieder 15 schuleigene Hühner! Das Gegacker und Geplapper bei Tier und Mensch wird groß sein!
Unser schuleigener mobiler Hühnerstall wartet noch auf seine Bewohner…

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Unsere grüne Gemüseoase

Acker1Seit dem Frühjahr 2020 wird an unserer Schule als Teil eines Projektes der „Gemüse-Ackerdemie“ im wahrsten Sinne fleißig geackert. Bei dem mehrfach ausgezeichneten Schulprogramm der „GemüseAckerdemie“ mit Hauptsitz in Berlin handelt es sich um ein innovatives Ernährungs– und Gesundheitsbildungsprogramm, dessen Umsetzung hier in Landshut von der AOK ins Leben gerufen und finanziell unterstützt wird.
Zunächst wurde in Zusammenarbeit mit dem Stadtgartenamt ein Teil des Schulgeländes zu einer etwa 50 qm großen Ackerfläche umgearbeitet und ein Brunnen für das zum Gießen nötige Wasser geschlagen. Dazu kamen etliche Baumstämme, die in Besprechungs– oder Ruhephasen von den kleinen Gärtnern gerne genutzt werden, aber ebenso für Schulklassen als Sitzgelegenheiten im Freien dienen und das Flair unserer Gemüseoase abrunden.    

In dem auf drei Jahre angelegten Programm erhalten Lehrer und Kinder bei jeweils drei Pflanzungen pro Jahr und zusätzlichen Fragestunden fachkundige Anleitung durch externe Fachleute, den sogenannten „Ackercoaches“ und durch die tatkräftige Unterstützung unserer „Ackerbuddys“, also naturbegeisterte Eltern oder weitere der Schulfamilie zugehörige Personen, wird unser Schulacker zum Treffpunkt für Groß und Klein.
Auch der Förderverein der Grundschule legt in Form finanzieller Unterstützung, z. B. zur Anschaffung eines Gerätehäuschens, den Grundstein dafür, den Schulacker über die Zeitdauer des Projektes hinaus fest als besonderen Lernort für die Kinder an der Schule zu erhalten.

Acker4Wasser pumpen, Gießkannen schleppen, hacken und umgraben - mit diesen Tätigkeiten werden die Kinder körperlich gefordert und mit großer Begeisterung stürzen sie sich bei jedem Wetter auf die für den Acker so wichtigen Tätigkeiten an der frischen Luft. Doch neben den „sportlichen“ Aspekten des Ackerns dürfen die positiven Auswirkungen auf das Gemüt und das Wohlbefinden der Kinder nicht unterschätzt werden: Frei von Notendruck und Lernstress kümmern sich die Jungen und Mädchen verantwortungsbewusst und mit Ruhe und Behutsamkeit um ihre Pflänzchen. Sie begleiten das Wachsen und Gedeihen, finden dabei Zeit, um innezuhalten und um ihre persönlichen Naturbeobachtungen zu machen, haben riesigen Spaß am Erleben der Vielfalt, die die Natur bietet, wie z. B. in Form von „krummem“ Gemüse und ernten schließlich mit Stolz „ihr“ Gemüse als Belohnung für ihren persönlichen Einsatz. 

Acker3Darüber hinaus erwerben die Schülerinnen und Schüler ganz nebenbei wichtige Erkenntnisse über Kreisläufe in der Natur und das nachhaltige, ökologische Gärtnern. Ein besonderes Highlight stellen aber die Erntetage dar, denn so manche „vergessene“ Gemüsesorte bietet den Kindern ein ganz neues, mit Spannung erwartetes Geschmackserlebnis. Und mit den Ackererzeugnissen, die die Schülerinnen und Schüler zur weiteren Verarbeitung mit nach Hause nehmen, werden bestimmt einige Familien motiviert, wieder verstärkt auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung zu achten. Ein Teil des Gemüses kommt natürlich auch der Schulgemeinschaft zugute, denn im Rahmen unseres monatlichen „Gesunden Frühstücks“ werden die frischen Produkte vom eigenen Acker zum sofortigen Verzehr an die Klassen verteilt.

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